Neuer Reparaturservice bei Zalando

In Zeiten der Klimakrise und schwindender Rohstoffe muss der E-Commerce auf mehr Nachhaltigkeit hinarbeiten. Das ist nicht nur eine ethische Verantwortung des Onlinehandels, sondern auch die Forderung einer neuen Käufergeneration. Ein neuer Reparaturservice bei Zalando namens „Care & Repair“ in Berlin seit dem 11. Oktober steht ganz in diesem Zeichen. Laut dem Unternehmen ist ein Weiterer in Düsseldorf geplant.

Was kann der neue Reparaturservice?

Bestenfalls verhindert diese Dienstleistung, dass Kundinnen und Kunden Kleidung schnell wegwerfen. Mithilfe des neuen digitalen Angebots können sie stattdessen Reinigungen und Reparaturen in Anspruch nehmen. Damit bekommen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, kaputte oder verschmutzte Kleidung professionell behandeln und instandsetzen zu lassen. Hierfür gehen die Stücke per Zalando-Abholservice über das Logistikzentrum des Unternehmens an regionale Änderungsschneidereien, Reinigungsbetriebe oder Schuster.

Weitere nachhaltige Strategien bei Zalando

Daneben gibt es noch weitere nachhaltige Ansätze bei Zalando. Das Unternehmen investiert beispielsweise in Recycling-Technologien, um den Anteil recycelter Altkleidung in der Neuproduktion zu erhöhen. Hierfür besteht eine Kooperation mit einer finnischen Tech-Firma, die an neuen Textilfasern arbeitet. Auf der Unternehmensseite heißt es: „Mit den neuen Initiativen will Zalando den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben und jeden Schritt des Lebenszyklus eines Produkts neu gestalten.“ Und auch die Second-Hand-Abteilung „Pre-Owned“ des Onlinehändlers steht im Zeichen der Rettung von Kleidungsstücken. Wird gebrauchte Kleidung von Zalando angekauft, erhalten die verkaufenden Kunden einen Wertgutschein für die Plattform.

Nachhaltige Konzepte auch bei H&M

Liegt nachhaltigeres Handeln also in der Verantwortung des E-Commerce? Besonders Onlineshops stehen aufgrund des benötigten Verpackungsmaterials und der Versandwege immer wieder in der Kritik. Ein neuer Reparaturservice bei Zalando und das Angebot von Reparaturen und Second-Hand-Ansätze können Kundinnen und Kunden sicherlich zu umwelt- und ressourcenschonenderem Konsumverhalten anleiten. Denn häufig sind Neukauf und Entsorgung auch Auswirkungen von schlichtem Zeitmangel. Auch H&M arbeitet übrigens schon länger an nachhaltigeren Prinzipien. Über ein Kleidersammlungsprogramm kann man Textilien weltweit in den Stores abgeben und wird mit einem Gutschein honoriert. Die abgegebene Kleidung wird Secondhand verkauft, zu neuen Produkten verarbeitet oder recycelt. In Stockholm gibt es aktuell zudem einen Verleihservice für ausgewählte Outfits des Moderiesen.