Amazon sperrt Verkäuferkonten

Kontosperrungen können gravierende Folgen für Amazon-Verkäufer haben. Da Verkäufe und Kundenkommunikation nicht mehr möglich sind, können erhebliche finanzielle Verluste das Resultat sein. Hierbei ist zwischen temporären und dauerhaften Sperren zu unterscheiden. Amazon sperrt Verkäuferkonten und verbannt Händler und geht in den letzten Jahren immer härter gegen Fehlverhalten auf der berühmten Plattform vor.

Über 3000 Händlerkonten gesperrt

Zuletzt wurden über 3.000 Händler sowie 600 chinesische Marken dauerhaft vom weltweiten Amazon-Marktplatz ausgeschlossen. Das bestätigte Amazon gegenüber dem Staatssender China Central Television. Der Grund seien systematische Verstöße gegen die Bewertungsrichtlinien des E-Commerce-Marktführers gewesen. Solche Verstöße gegen die Richtlinien für Produktrezensionen sind beispielsweise das Angebot von finanzieller Entlohnung, Rabatten oder kostenlosen Produkten für Produktrezensionen. Ebenso ist das Erstattungsangebot nach erfolgter Rezension eine gängige Praxis, die eine Sperre zur Folge haben kann.

Weitere Betrugsversuche durch Marken

Nachdem Amazon das Verhalten einiger Händler sanktioniert hatte, seien Versuche erfolgt, unter einem neuen Markennamen weiterhin auf Amazon zu verkaufen. Das hatte eine permanente Deaktivierung der betreffenden Händlerkonten zur Folge. Als Beispiel kann hier Aukey, ein Hersteller für technisches Zubehör, gelten. Doch das harte Durchgreifen ist erfreulich. Denn nur dadurch können die Interessen von Kunden und fairen Händlern auf der Plattform geschützt und unlauterer Wettbewerb unterbunden werden.

Gründe für die Sperrung von Amazon Verkäuferkonten

Grundlegend kann man 3 Bereiche unterscheiden, welche zu Kontosperrungen führen: 1. Verkäufer halten die Leistungsziele nicht ein. Sind die Bestellmängel oder die Stornorate zu hoch oder Bestellungen werden zu häufig verspätet geliefert, droht die Deaktivierung des Kontos. 2. Es gibt zu viele negative oder gar unzulässige Bewertungen. Droht die Gefährdung der Kundenzufriedenheit oder wurden Bewertungen beispielsweise durch Angehörige, bezahlte Rezensenten oder durch andere Gegenleistungen gefälscht, wird seitens Amazon scharf sanktioniert. 3. Es werden Rechtsverstöße begangen. Das betrifft u. a. die missbräuchliche Verwendung von Markennamen oder Artikelfotos, welche urheberrechtlich geschützt sind.

Amazon ist für einige Seller die Hauptplattform Ihrer Tätigkeit, für viele Versandhändlerinnen und -händler jedoch zumindest eine lohnenswerte Erweiterung ihrer unternehmerischen Möglichkeiten. Eine professionelle Shopbetreuung kann Ihnen wertvolle Leistungen und sinnvolle Schnittstellen für Ihre Aktivitäten auf Amazon anbieten.