Hohe Preise für Verpackungen

Knappe Rohstoffe sorgen aktuell für hohe Preise für Verpackungen und Versandmaterial. Parallel erleben wir ein anhaltendes Hoch des Versandhandels seit der Corona Pandemie. Hohe Preise für Verpackungen und Paletten bleiben vorerst bestehen. Bis Jahresende ist wohl nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Das dürfte den E-Commerce besonders jetzt im Vorweihnachtsgeschäft hart treffen.

Warnung vor Preisanstiegen bereits im Frühjahr

Der Verband der Wellpappen-Industrie (VdW) warnte erstmals bereits im Frühjahr vor steigenden Preisen. Begründet wurde das durch die schlechte Verfügbarkeit der zur Herstellung der Kartons benötigten Rohstoffe. Das zog einen exorbitanten Preisanstieg nach sich und blieb für die Kundinnen und Kunden natürlich nicht folgenlos. Die Wellpappenindustrie steht seit Ende 2020 unter Druck: Kartonage ist knapp und entsprechend teuer.

Preissteigerungen um über 200 Prozent

Gemäß Eurotransport mit Verweis auf den Europäischen Wirtschaftsdienst seien die Preise für Verpackungen regelrecht explodiert und die Lieferzeiten für Wellpappe lägen derzeit bei mehr als sechs Wochen anstatt der regulären zehn Tage. Im Bereich speditionstauglicher Paletten seien die Preise im August im Vergleich zum Vorjahr sogar um 222 Prozent gestiegen. Da die Nachfrage das Angebot übersteige, würden Verträge teilweise längstens auf einen Monat abgeschlossen oder gar nur noch Stammkunden beliefert. Durch eine verstärkte Lagerung von Waren dürften auch gebrauchte Paletten knapp bleiben und keine Alternative darstellen.

Gibt es Alternativen?

Paletten aus Plastik aus fossilen Rohstoffen stellen aufgrund ihrer Herstellungspreise und CO2-Billanz keine zukunftsträchtige Lösung dar und sind zudem im Gegensatz zu Holzartikeln nicht reparabel. Und auch Kunststoffverpackungen widersprechen dem Trend zu nachhaltigen Verpackungen. Endverbraucher werden hinsichlich Kunststoffverpackungen immer kritischer. In diesem Sektor gibt es daher noch einiges zu tun. Denn die Nachfrage nach alternativen Technologien und innovativen Verpackungslösungen, die ansehnlich und klimaneutral sind, wird voraussichtlich weiter steigen.

Lieferengpässe vor Weihnachten zu befürchten

Die umsatzstärkste Zeit für den Onlinehandel steht bevor. Bereits im Oktober läuft das Weihnachtsgeschäft an. Hinzu kommen Sonderverkaufstage wie der „Black Friday“. In dieser Zeit des Jahres ist mit einer nochmals erhöhten Nachfrage und längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sorgen Sie mit einer guten Plaung vor, damit Lieferengpässe und hohe Preise für Verpackungen keine dramatischen Folgen für Ihre eigenen Verkaufsprozesse haben. Denn auf eine Erholung der Preise sollte man in den anstehenden Monaten nicht hoffen.