Apple verbannt App, die Fake-Rezensionen auf Amazon entlarvt

Die App Fakespot, die seit einem Monat erhältlich ist, hat die Funktion auf Amazon falsche Rezensionen aufzudecken. Wer sie im App-Store sucht, wird allerdings nicht mehr fündig denn Amazon hat dafür gesorgt, dass sie entfernt wird.

App ohne Begründung aus Store gelöscht

Saoud Khalifah, der Gründer der App gab an, dass die App von Apple ohne jegliche Erklärung gelöscht wurde. Demnach hat Amazon Mitte Juni bei Apple die sogenannte „Takedown Notice“, also die Aufforderung die App zu entfernen, vorgelegt. Anschließend löschte Apple die App aus dem App-Store. Eine Begründung bekam Saoud Khalifah nicht, sondern lediglich eine kurze Mitteilung, in der Bedauern über diesen Schritt geäußert wurde. Er bekam keine Chance sich um das Problem mit der App, an der sehr lange und aufwendig gearbeitet wurde, zu kümmern.

Apple weist Schuld von sich

Apple sieht die Schuld allerdings nicht bei sich. Nachdem Amazon die App aufgrund Verletzung geistiger Eigentumsrechte gemeldet hat, informierte Apple beide über das Problem. Beide bekamen die Gelegenheit, sich zu dem Konflikt bis zu einer bestimmten Frist zu äußern. Der App-Hersteller habe außerdem Schritte zum Erhalt der App im Store empfohlen bekommen. Einige Zeit später erfolgte ein Erinnerungschreiben an Fakespot von Apple, mit dem Zusatz, dass man die App löschen würde nach Verstreichen der Frist. Khalifah versichert, dass man zwar diese Schreiben erhalten, er aber nie eine Anleitung gesehen hat.

Angeblicher Verstoß gegen App-Store-Richtlinien

Laut Amazon liegt in dieser Sache ein Verstoß gegen die App-Store-Richtlinien vor. So darf man nur auf den Inhalt eines Dritten zugreifen, wenn er einwilligt. Außerdem würde eine Sicherheitslücke entstehen, wenn Fakespot seinen Code auf Amazon-Seiten injiziert. Khalifah bestreitet dies und wendet ein, dass Amazon zum Beispiel Apps für Gutscheine, die ähnlich auf der Plattform funktionieren, akzeptiert.
Ein anderer Grund, die App zu entfernen liegt für Amazon darin, dass sie dem Geschäft und dem Ruf der Verkäufer erheblichen Schaden zufügt. Die Bewertungen der App würden laut Amazon zu 80 Prozent gar nicht stimmen.

Saoud Khalifah kämpft weiter gerichtlich gegen diese Entscheidung an. Währenddessen können Nutzer Fake-Spot weiter nutzen denn die Browsererweiterung ist weiterhin erhältlich