Datenschutz bei Schnäppchenkauf immer uninteressanter

Verbraucher legen eigentlich viel Wert auf Datenschutz und Privatsphäre. Vor allem, wenn es um das Internet geht. Aber bei Schnäppchenkäufen scheint dies nicht mehr der Fall zu sein. Eine Fallstudie hat dies nun belegt. Diese ist an der TU Berlin und der University of Cambridge in England von Wissenschaftlern herausgefunden worden.

Beim Ergebnis ist herausgekommen, dass die Verbraucher sich nach einem Preisvergleich, bei welchen ein Produkt bei zwei Händlern keine Preisunterschiede aufweist, zu dem Anbieter entscheiden, bei dem wesentlich mehr Daten abgefragt werden. Probanden sollen eine DVD kaufen und haben das Produkt bei einem Anbieter für lediglich einen Euro weniger bekommen. Dieser Händler hat aber gleichzeitig auch mehr Daten abgefragt und wollte sogar die Höhe des Einkommens wissen. Bei einer zweiten Gruppe hat es keine preislichen Unterschiede gegeben. Aber auch hier haben rund 50 Prozent der Probanden den Anbieter gewählt, der mehr Daten abgefragt hat, als eigentlich für die Bestellung notwendig.

Auch bei Fragen, die eigentlich für den Kauf uninteressant sind und von den Kunden nicht ehrlich hätten beantwortet werden müssen, gaben brav die richtigen Daten an. Erstaunlich sind die Ergebnisse, weil die Probanden zu 95 Prozent ausgesagt haben, dass ihnen der Datenschutz wichtig sei.